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Montag, 14. August 2017

Die Lenkung kam vor der Bodengruppe...

Der letzte Punkt bevor man das Häuschen von der Bodengruppe trennen kann, ist die Demontage der Lenkung. Die Lenkung in den frühen 1303 funktioniert genauso wie die Lenkung der 1302 Käfer über ein Rollenschneckenlenkgetriebe. An diesem befindet sich ein Lenkarm, ein Lenkungsdämper (dieser nimmt Schläge von Unebenheiten auf der Straße auf) sowie die mittlere Spurstange. An dieser Spurstange sind die beiden Spurstangen befestigt die an den Achsschenkeln angeschlossen sind. Das Lenkgetriebe und die Halterung auf der anderen Karosserieseite werden mit jeweils drei Schrauben befestigt.

Alsdann ging es an die Verschraubungen die die Bodengruppe mit der Karosserie verbinden. Diese löste ich zusammen mit meinem Bruder. Auch die Türen haben wir zusammen ausgehangen da diese ein ordentliches Gewicht zusammen haben. 

Ohne Kofferraumhaube und ohne Türen

Erst nachdem alle schrauben gelöst waren konnte man das ganze Ausmaß der Rostschäden erkennen. Der linke Schweller ist über knapp einen halben Meter von unten durchgegammelt und auch die Schraubkante hinten links ist wurde in Mitleidenschaft gezogen. 
Beide Wagenheberaufnahmen sind ebenfalls stark verrostet und und teilweise zerflext worden da sie an der Karosserie festgeschweißt waren. 



Die Schäden an der linken Seite...

Dann haben wir zu dritt das Häuschen abgehoben und hinter die Bodengruppe gestellt um beides bearbeiten zu können. 

So sieht das Häuschen ohne Bodengruppe aus

Die Karosserie weiter zerlegen

Nachdem das Getriebe ausgebaut war, ging es weiter mit dem Abbauen der Kotflügel und der Hauben um das Häuschen zu erleichtern. Dadurch kann das Häuschen zu einem späteren Zeitpunkt einfacher abgehoben werden.

Auch die Innenausstattung wurde komplett entfernt. Als erstes waren die Sitze dran indem man an dem Bodenhöcker der Sitzverstellung eine Kreuzschraube löst und ein Halteblech entfernt. Auch die Rückbank ist relativ schnell ausgebaut da sie nur mit zwei Schrauben befestigt ist.

 Schraube rechts mit Unterlegscheibe


Schraube links mit Unterlegscheibe

Nachdem alle Sitze draußen waren konnte ich das Armaturenbrett und danach den Kabelbaum ausbauen. Das Armaturenbrett ist mit zwei Schrauben seitlich und mit drei Schrauben Unterhalb an der Karosserie verschraubt, kann aber erst herausgenommen werden wenn die Lenkstange mitsamt der Lenkstockschalter herausgenommen werden. Dieser ist mit zwei Inbusschrauben an einem Halter an der Karosserie angeschraubt. 



Der leere Innenraum mit noch eingebautem Armaturenbrett

Der Kabelsalat hinter dem Armaturenbrett...

Und im Motorraum

Nachdem der Innenraum komplett frei war, konnte ich auch den Kabelbaum entfernen. Dieser ist nach 40 Jahren nicht mehr ganz so frisch und wird repariert oder erneuert. 

Auf jeden Fall weniger Kabel als 
in einem modernen Fahrzeug

Dienstag, 1. August 2017

Getriebe und Antriebswellen

Diese wurden heute nach dem Abendessen ausgebaut und in die Garage eingelagert. Neue Antriebswellen habe ich schon frisch gepulvert da liegen, diese müssen nur noch mit neuen Gelenken und Faltenbalgen ausgestattet werden.

Das Getriebe wurde von vier Schrauben gehalten, zwei davon waren am Gummilager und zwei davon am Getriebehalter hinten an der Bodengruppe. Auch sollte man nicht das Masseband vergessen, das mit zwei M8 Schrauben befestigt ist.

Das Getriebe auf dem Rollbrett

Das nicht mehr ganz so schöne Getriebe mit Anlassser

Auch habe ich zusammen mit meinem Bruder schon einen Großteil der Chassisschrauben gelöst. So kann bald das Häuschen vom Chassis getrennt werden.

Montag, 31. Juli 2017

Weiter ging es...

Vor dem Urlaub habe ich weiter gemacht den Käfer zu zerlegen. Die weiteren Kotflügel sind abmontiert, die Leuchten und Blinker abgeschraubt. Eine größere Menge Dreck kam unter den Kotflügel zu Tage, die erstmal weggewaschen werden muss.
Die Frontscheinwerfer

Blinker vorne

Die Rücklichteinheit

Donnerstag, 20. Juli 2017

Mit den Kotflügeln...

...des Käfers ging es heute weiter. Jens hatte mir netterweise meine Kotflügel gestrahlt und ein Bild geschickt sodass ich heute damit anfangen konnte kleine Löcher zu verschweißen und die Kotflügel mit Grundierung zu lackieren.

Die gestrahlten Kotflügel

Die Grundierung auflackieren
(Quelle: Jens Kraft)

Nach dem schweißen mit frischer Grundierung

Heute Nachmittag brachte ich den letzten fehlenden Kotflügel zu Jens und werde diesen dann auch bald grundieren. 

Mittwoch, 19. Juli 2017

Nun ist es soweit

Der Käfer wird bei 73.509 Kilometer zerlegt und restauriert. Der Zustand des Wagens liegt zwischen drei und vier. Von der Technik her ist der Käfer Top, er fährt, schaltet und bremst während die Karosserie eher im Zustand vier liegt. Die Kotflügel vorne sind teilweise durchgerostet, hinten ist einer der Kotflügel durch einen Unfall kaputt gegangen. Desweiteren sind mehrer Schraubkanten schadhaft, die Seitenwände hinter den Türen sind sehr stark korrodiert und auch das Deckblech eines der Schweller ist komplett durchgerostet.
Der Wert des Wagens liegt mit den beschriebenen Mängeln ca zwischen 1500 und 3000 €.

(Quelle: http://www.kaeferwissen.de/html/1303.html)

 Es gibt zu große Schäden die verhindert hätten dass der Wagen noch einmal durch den TÜV kommt. Naja, so fange ich heute mit dem zerlegen an und werde dann die nächsten Wochen die Teile revidieren.

Hier ein paar Eindrücke der gefundenen Schäden...

Kofferraumhaube vorne rechts


Heizkanal und Schweller links

Seitenwand rechts

Seitenwand rechts

Los gehts mit der Arbeit...



Innerhalb von drei Stunden war der komplette 
Innenraum samt Armaturenbrett zerlegt

Auch der Motor ist schon raus. Morgen geht es weiter mit den Stoßstangen und den Kotflügeln.

Freitag, 14. Juli 2017

TCI im Käfer

Für den Motor den ich plane war ein Punkt die richtige Zündung zu wählen. Eine Möglichkeit ist natürlich die original Unterbrecherkontakt gesteuerte Zündung zu verbauen mit der Möglichkeit den Unterbrecher alle X-Tausend Kilometer einzustellen. Eine bequemere Möglichkeit ist der Einbau des elektronischen Moduls das ich schon in einem von meinen vorherigen Posts beschrieben habe. Bei meinem 1200er läuft das Modul einwandfrei und das Einstellen und der Abbrand des Kontaktes fallen damit weg.

Die beste Möglichkeit für einen leistungsgesteigerten Motor ist eine TCI Zündanlage wie sie im VW T3 eingesetzt wurde. Die Teile die ich benötige waren relativ schnell zusammen gesucht. Diese bekam ich auf einem Schrottplatz in meiner Nähe.
Dort bekam ich den Kabelbaum, das Zündmodul von Telefunken und eine Zündspule für TCI Anlagen. Alles zusammen stammte aus einem Golf 2.
Auch kam der Zündverteiler vom T3 per Post an und kann auf den Einbau vorbereitet werden. Die Vorbereitung besteht darin unten den Mitnehmer auf der Welle um 180° zu versetzen und die einfache Unterdruckdose gegen eine Doppelunterdruckdose zu tauschen.

Die Unterdruckdose wird gesteuert durch den Unterdruck im Vergaser und im Saugrohr. Wenn der Unterdruck im Vergaser oder Saugrohr steigt, bewegt sich die Membrane in der Unterdruckdose und zieht die daran befestigte Betätigungsstange. Diese Betätigungsstange dreht im Verteiler die Halteplatte für die elektronische Zündung im Verteiler um ein paar Grad. Dieses bewirkt eine Änderung des Zündzeitpunktes.

Der Tausch der Unterdruckdose war nicht allzu einfach, da der Verteiler ein Repro-Verteiler (gute Qualität) ist und die Doppelunterdruckdose eine original VW ist.
Das bedeutet Anpassung an allen Teilen.

Aber das ist nichts was man nicht fertigstellen könnte.



Der Verteiler inklusive der neuen Unterdruckdose

Nun fehlt nur noch die Anpassung des Kabelbaums sowie die Fertigung der Zündkabel.