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Mittwoch, 15. November 2017

Aufbau der Vorderachse

Nachdem endlich die Teile vom Pulverer wieder kamen, waren sie in der falschen Farbe lackiert. Ich hatte schwarz glänzend bestell und zurück kam schwarz matt. Nunja, durch die Beschichtung sind die Tragarme vor Rost geschützt weswegen ich sie nicht als Reklamation zurück schickte sondern einfach mit Klarlack lackierte.

Die matten Tragarme...

...mit Klarlack lackiert

Der Urethan - Buchsensatz für die ganze Vorderachse

Sortieren an welche Stelle die Einzelteile gehören

Rechts das Spezialfett um die Buchsen einzusetzen 

Buchsen und Metallhülsen einpressen

Stabibuchsen mit den passenden Metallhülsen

Tragarme einsetzen und Stabi einbauen

Beide Tragarme mit dem Stabi eingebaut

Stabilisator mit Halterung am Chassis befestigen

Festschrauben des Stabis mit der originalen Kronenmutter
Mutter versplintet

Nachdem die Vorderachse auf Drehmoment festgeschraubt wurde, können nun die Federbeine eingesetzt und dann an der Karosserie verschraubt werden. Nach dem lackieren natürlich. 

Auch hatte ich heute die Zeit den Schalter für die Handbremsleuchte einzubauen. Dafür bastelte ich mir einen Halter aus Aluminium. Dieser Halter hat die Form eines U in das zwei Löcher gebohrt wurden. Auf dieses Blech wird ein VW Türkontaktschalter geschraubt um den Kontakt zur Masse herzustellen wenn die Handbremse hochgezogen wird. Dann leuchtet auf dem Armaturenbrett ein Leuchte auf und zeigt an dass die Handbremse angezogen ist.

Der eingebaute Schalter unter der Handbremse

Dienstag, 14. November 2017

Neuaufbau der Lenksäule

Nachdem auch die Lenksäule nach dem Ausbau offen da lag, konnte ich mir ein Bild über ihren Zustand machen.
Der Zustand nach dem Ausbau
(Mit den originalen Lenkrad)

Die Lenksäule wurde in Einzelteile zerlegt, das Lenkrohr abgeklebt und gestrahlt. Die Hülle der Lenkstockschalter war verkrazt, und das schwarz war ausgeblichen. 


Abgeklebt, gestrahlt und grundiert

Nachdem das Lenkrohr vom Strahlen zurück kam wurde es zuerst mit schwarzem Lack und anschließend mit Klarlack lackiert. Nachdem auch die frisch gepulverten Teile zurück waren, konnte das Lenkrohr wieder zusammen gebaut werden.

Das lackierte Lenkrohr


Die Hülle der Lenkstockschalter
(schwarz glänzend gepulvert)


Beides zusammen gesetzt

Als nächstes muss das obere Lager der Lenkwelle getauscht werden. Dieses ist schließlich auch schon über 40 Jahre alt. Das Lager wird mit viel Fett eingesetzt und mit den beiden Sicherungsringen gesichert. 

Das neue Lager...

... in die Fassung eingesetzt

Nun musste noch die Lenkwelle zerlegt, eingesetzt und mit dem Sicherungsring wieder gesichert werden. 
Die zerlegte Lenkwelle
(Sicherungsring, Abstandshalter und Lager)

Als letztes müssen noch die Lenkstockschalter wieder in die Hülle eingesetzt und festgeschraubt werden. 
Auch am Lenkstockschalter für die Scheibenwischer wurde von mir Hand angelegt. Dieser ist Original von meinem 1303S von 1973. Das heißt dass dieser Schalter das Wischwasser für die Scheibe über ein Druckluftventil schaltet. Das Ventil wurde über den Ersatzreifen an den Wischwassertank angeschlossen. 
Ich besorgte mir einen (Repro-)Schalter und versuchte diesen einzubauen. Das passte allerdings durch die Verarbeitung nicht. 

Der neue (nicht passende) Schalter

Der alte (Originale) umgebaute Schalter

Den elektrischen Kontakt baute ich aus dem neuen Schalter aus und in den Alten ein. Das war etwas fummelig, hat aber gut geklappt. Am Ende des Umbaus schloss ich noch zwei Kabel an die von dem Federkontakt überbrückt werden. Über eine Sicherung wird der Schalter an Plus und auf der anderen Seite an die neue elektrische Pumpe angeschlossen.

Der letzte Schritt war nun alles zusammen zu setzen und fest zu schrauben. Dann kann die ganze Säule wieder im Fahrzeug befestigt werden.

Das fertige Lenkrohr

Mittwoch, 1. November 2017

Kurbelgehäuseentlüftung und 'Benzinpumpe'

Heute ging es daran, einen Teil der Kurbelgehäuseentlüftung aufzubauen. Der Plan dafür entstand als ich eine originale schraubbare Benzinpumpe aufgebaut habe. Der Aufbau der Pumpe wurde bereits in einem anderen Post beschrieben.

Eine Entlüfterbox mit 1 bzw 1,5 Litern habe ich schon konzipiert, diese muss nur noch aufgebaut werden.
Sie besteht aus einem Edelstahlrohr mit 2 Ausgängen an der Unterseite und 4 oder 5 Aus- bzw. Eingängen an der Oberseite. Die 2 Ausgänge werden mit Schläuchen an den beiden Ventildeckeln angeschlossen. Dadurch läuft das Öl zurück aus dem Rohr in die beiden Ventildeckel.
Die Anschlüsse an der Oberseite sind für die Entlüftung am Öleinfüller, die 'pseudo Benzinpumpe', sowie für die beiden Vergaserdeckel und evtl. einem kleinen Luftfilter.

Der Plan für das Entlüfterrohr

Das Rohr hat innen, im unteren Bereich ein gelochtes Edelstahlblech und im Oberen zwei schräg eingeschweißte, überlappende Bleche an denen das Öl herunter, aber nicht hinauf laufen kann. Das ist wichtig damit in die Vergaser kaum Öl angesaugt werden kann. Je nach Platz können auch drei Bleche eingeschweißt werden. Die Seiten der Röhre werden mit zwei Edelstahldeckeln verschlossen und verschweißt. Auf die Edelstahldeckel werden noch zwei VW Logos angebracht. Am Ende wird das Bauteil blau verzinkt und mit hitzefestem Klarlack lackiert oder schwarz glänzend gepulvert. 

Die Pläne werden in den nächsten Tagen beim Stahlbauer abgegeben um das Rohr zu fertigen. 
Heute konnte ich allerdings schon die 'pseudo Benzinpumpe' aufbauen. Dafür wählte ich eine schraubbare Benzinpumpe von VW. Diese kann man am unauffälligsten Umbauen und modifizieren. 
Die Pumpe wurde komplett zerlegt, glasperlengestrahlt und wieder aufgebaut.

Einzelteile sowie Öl und Dichtmasse

Gehäusedichtmasse auftragen...

...und den Deckel aufsetzen und verschrauben

Unterteil abdichten

Deckel 'aufkleben' und verschrauben

Oberteil aufsetzen...

...und festschrauben

Das letzte Bauteil das noch fehlt ist der Anschluss für den Entlüfterschlauch der an der Röhre  angeschlossen wird.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Fehlteile

Leider fehlen immer noch zwei Teile die der Pulverer mir bearbeiten sollte. Die beiden Tragarme der Vorderachse sind seit knapp 6 Wochen weg um sie schwarz glänzend zu pulvern. Das dauert eindeutig zu lange!
Diese beiden Teile sind die Einzigen die noch zur Vervollständigung der Vorderachse fehlen. Das ärgert, da ich in die Tragarme noch die neuen Urethanbuchsen einbauen muss. Diese Buchsen sollen zur Stabilisierung und zur Straffung der Vorderachse beitragen.

Auch auf die Metallhülle um den Lenkstockschalter warte ich noch. Beide Teile kommen hoffentlich bald.

Getriebeüberholung

Gestern habe ich mein AT Getriebe in Hagen zur Überholung abgegeben. Mein Getriebe ist ein original AT Austauschgetriebe von VW. Es hat die längste Serienübersetzung mit 3,875 (8:31). Damit erreicht man mit einem entsprechenden Motor und großer Bereifung eine relativ hohe Höchstgeschwindigkeit.
Die errechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei 172 km/h bei 5000 Umdrehungen.
(Quelle: http://staging.csp-shop.de/cshop/technik/getriebeberechnung3.php)

Da das ganze Fahrzeug nach dem Neuaufbau einen Kilometerstand von 0 haben wird (alle Buchsen und Lager sind neu, jedes Teil wurde bearbeitet) sollten auch Motor und Getriebe aufgerüstet bzw überholt werden. In dem Getriebe sollen alle Synchronringe und Dichtungen getauscht werden und das ganze Getriebe sauber gemacht und lackiert werden.


Das Getriebe vor der Überholung

Da auch mein Lenkgetriebe überholt werden musste, dachte ich mir nehme ich es direkt mit. Das wurde kurzerhand mit in den Kofferraum gepackt und Holger zur Überholung abgegeben. Nun wird es mit meinem Getriebe geprüft, das Fett und der Simmering wird ausgetauscht und das Gehäuse schwarz lackiert. 


Das gestrahlte Lenkgetriebe vor der Überholung

Beide Getriebe bekomme ich Anfang Januar zurück um sie einbauen zu können. Dem Lenkgetriebe wird bei vielen Restaurationen nicht genug Beachtung geschenkt und wird dann im ausgeschlagenen Zustand oder mit undichten Simmeringen und altem Fett wieder eingebaut. Das kann nach ca 200.000 gefahrenen Kilometern vor der Restauration schnell zu einem Defekt nach dem Einbau führen. Ein defektes Lenkgetriebe ist sehr ärgerlich wenn man es kurz nach abgeschlossener Restauration wieder ausbauen muss um es zu tauschen. 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Neues Werkzeug

Gestern gab es von meiner Oma ein neues Werkzeug für die Restaurierung meines Käfers ;)
Mal sehen wie lange es halten wird ;)

Damit ist man auf jede Schraube vorbereitet

Montag, 9. Oktober 2017

Elektrik im Motorraum

Da nicht nur der Motor sondern auch die Elektrik im Motorraum ordentlich aussehen soll, entschließ ich mich eine Elektrikplatte anzufertigen. Die Platte ist aus Alu, so ist sie besonders einfach zu bearbeiten.
Zuerst fertigte ich eine Zeichnung an. Auf dieser Zeichnung wurden 1:1 die Bauteile platziert und angezeichnet. Nachdem dieser Schritt gegangen wurde, konnte die Zeichnung auf das Blech übertragen werden und die Löcher gebohrt werden.


Die Platzierung auf der Zeichnung

Aluplatte nach Muster gebohrt...

...und alle Teile festgeschraubt

Auf der Platte fanden ein Zündspulenhalter, das Zündmodul, zwei Relais für verschiedene Steuerungen sowie der Sicherungshalter für die Rückfahrscheinwerfer und die Anschlussklemmen für die Motorüberwachung platz. So ist die gesamte Elektrik im Motorraum übersichtlich geordnet. 

Mit eingebauter und angeschlossener Zündspule sieht das ganze schon sehr gut aus.

Zündspule und Verteiler angeschlossen

Und einbaufertig